Warum Reitstall-Mediation?

Kommt Ihnen eine dieser Situationen bekannt vor?

1. Sie sind stolze/r Besitzer/in eines eigenen Pferdes, welches Sie in einer netten Stallgemeinschaft eingemietet haben:

Eines Morgens – Sie haben kurzfristig eine Stunde Freizeit - kommen Sie unerwartet in den Stall, um noch einen Sack Möhren abzuliefern und etwas wegen der nächsten Reitstunde zu besprechen. Freudig wiehernd werden Sie von Ihrer Stute begrüßt. „Laurie, was machst Du denn hier, meine Süsse?“ Sie wundern sich, denn eigentlich sollte Laurie mit ihren Kumpels auf der Weide stehen – dafür bezahlen Sie schließlich noch extra.

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Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.

Albert Einstein

Na gut, wer weiß… Erst mal Laurie begrüßen… Sie gehen in die Box. "Puh, hier riecht das aber streng bei Dir, Laurie! Nach richtig ausgemistet sieht das auch nicht aus. Irgendwie ist hier wohl grad mal wieder der Wurm drin. Was meinst Du, Laurie, da muss ich wohl mal mit dem Chef sprechen. Sollst es schließlich gemütlich haben – Deinen Hufen bekommt das feuchte Stroh auch nicht besonders und bevor Du wieder zu husten anfängst, geh ich mal los und kläre das. Dann kommst Du erst mal auf die Weide.
Wenn es das erste Mal wäre, aber in der letzten Zeit hat das ja wohl öfters nicht funktioniert – so geht das jedenfalls nicht weiter!“

Ein Blick auf die Uhr: Nichts von dem geschafft, was eigentlich geplant war – aber die halbe Zeit schon vertan. So, wo ist jetzt… Ah, da kommt ja jemand vom Stall um die Ecke. "Georg, schön dass ich Dich treffe! Sag mal, was ist eigentlich los? Laurie ist nicht auf der Weide und ihre Box sieht aus wie ein Saustall! Ich muss mich doch schließlich verlassen können…“

Das Gespräch läuft nicht wirklich schön – Sie sind richtig sauer (und machen sich auch Sorgen um die Gesundheit Ihres Pferdes) und beschließen, jetzt doch nach einem anderen Stall zu schauen. Eigentlich schade, denn die Trainingsmöglichkeiten sind gut, die Gemeinschaft nett und der Stall ist auch gut zu erreichen.

Aber für „immer wieder ärgern oder sorgen“ ist es einfach zu teuer – Es muss doch möglich sein, dass Absprachen eingehalten werden; Informationen richtig weitergegeben werden; ein vernünftiger Umgang mit Reklamationen und Fehlern möglich ist!

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2. Auch Stallbesitzer haben es nicht immer leicht – Sie geben sich alle Mühe, einen Stall mit einem gesunden Klima für die Pferde, einem netten Umgangston und vernünftigen Trainingsmöglichkeiten zu bieten. Aber „Nörgler“ machen auch gutwilligen Stallbesitzern das Leben manchmal schwer:

Der Wecker klingelt – draußen ist es dunkel, der Wecker zeigt 04:45h. Was liegt denn heute eigentlich an? Oh je, kein guter Tag! Meckermanns, Fiesjens und Schleimers und Heinz-Hermann verlassen heute mit insgesamt 5 Pferden den Stall. Irgendwie bin ich ja froh, vielleicht kehrt jetzt wieder Ruhe ein. Es gibt aber auch Menschen, denen kann man es einfach nicht Recht machen!

Aber andererseits: soviel  Boxenleerstand...das haut ganz schön rein.

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Mediation hilft Ihnen, einen Weg zu finden, bei dem alle Beteiligten Ihre Bedürfnisse erfüllt wissen.
Gehen Sie den Weg rechtzeitig, bevor aus einem kleinen Fehler ein riesiger Problemberg geworden ist!

Vielleicht kommt ja die Familie mit dem Pony tatsächlich nächsten Monat und da war auch noch die Freundin von Sandra, die sich letztens den Stall angeschaut hat und überlegt, ob sie wechselt, um mit ihrer Freundin zusammen reiten zu können… Heinz-Hermann war ja eigentlich immer nett – wieso hat der sich eigentlich in diesen blöden Streit reinziehen lassen? Schließlich kann ich aber auch nicht jeder Extrawurst und Nörgelei nachgeben. Dann schaffe ich ja gar nichts mehr.

Ach du meine Güte, der Futterlieferant kommt nachher auch noch .
Das war auch eine Riesensauerei: Wenn Hubert mir nicht den Tipp gegeben hätte, wer weiß, welche Lügen noch die Runde gemacht hätten! Von wegen, verdorbenes Heu und irgendwelcher Schimmel im Kraftfutter. Jeder, der mich kennt, weiß dass mir die Gesundheit der Tiere am Herzen liegt und ich wirklich peinlich auf gute Qualität achte! So was zu erzählen – wenn ich nur wüsste, wo das herkommt! Na ja, und wir wissen ja alle, dass die Reiterszene ein Dorf ist…

Oh, schon 05:00 Uhr – nun aber nichts wie raus aus dem Bett! Die Pferde haben Hunger und es gibt heute noch viel zu tun!
Was tun gegen Gerüchte, Lügen, Unzufriedenheit, Missverständnisse und nicht zuletzt teure Abwanderungen?

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3. Sie sind Mutter einer „pferdebesessenen“ Tochter, von daher werden Sie immer wieder mit den schönen und weniger schönen Erlebnissen im Stall konfrontiert, müssen manches Mal auch trösten?

Alina kommt nach dem Reitunterricht weinend nach Hause: Da gehe ich nie wieder hin!
Was ist denn passiert? Du hattest Dich doch so auf das Reiten gefreut, weil Du heute Whoopy reiten solltest. Musstest Du Dich doch wieder mit Fink quälen? Nein, schluchzt Alina, das ist es gar nicht. Ich durfte tatsächlich Whoopy reiten. Das war auch ganz toll! Ich bin sofort richtig angaloppiert und auch das Vorbei-Galoppieren an der ganzen Abteilung hat super geklappt. Aber hinterher hat Cindy gesagt: ' Die fette Schnecke wird es nie lernen – die hängt da ja drauf wie ein Stück Butter auf der heißen Kartoffel '. Und Jaqueline und Ramona haben mich ausgelacht. Das war richtig gemein!

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Mediation hilft Ihnen, ein gutes Stallklima zu schaffen – in dem Stallbetreiber, Personal und Reiter gut leben können. Damit der Stallwechsel gar nicht erst zum Mittel der Problemlösung werden muss!

Ruhig bleiben und tief durchatmen!
„Was hat denn Eure Reitlehrerin Frau Harmsen dazu gemeint?“
„Ach die“ schnauft Alina – „ die hält ja doch immer zu den anderen, weil die schon Privatponies haben. Die meinte nur, ' ich sollte mich nicht so anstellen. Das meinen die nicht so.' Dabei meinen die das genau so!“
Tröstend nehme ich Alina in den Arm, aber einen richtigen Ratschlag habe ich auch nicht parat.

Was tun? Vielleicht den Stall wechseln? Aber der Unterricht ist gut und auch die Busverbindung: Alina kommt auch bei schlechtem Wetter gut allein in den Stall. Und zu allem Überfluss ist die neue Zehnerkarte grad erst gekauft.
Als Alina auf ihr Zimmer gegangen ist, rufe ich meine Freundin Katharina an. Ihre Tochter Alexandra reitet ja auch – vielleicht hat sie ja eine Idee? Alina reitet gern und es tut ihr gut. Aufhören soll sie auf keinen Fall.

„Mensch,“ sagt Katharina „Ich habe grad neulich mit Beate in Lübeck gesprochen. Die hat mir erzählt, dass es bei Ihnen im Stall auch solche Schwierigkeiten gab. Die haben eine ausgebildete Reitstall-Mediatorin gerufen. Also jemanden von außen mit einem neutralen Standpunkt. Da haben sich dann alle Beteiligten in Ruhe zusammengesetzt und darüber gesprochen, wie man die Zwistigkeiten unter den Schülern in den Griff bekommt. Das soll richtig klasse gewesen sein. Gemeinsam mit der Mediatorin haben sie einen Weg erarbeitet, wie nicht nur die Jugendlichen besser miteinander umgehen. Ganz praktisch. Das klappt jetzt wohl richtig gut. Ihre Tochter ist seitdem jedenfalls total glücklich und kann es gar nicht mehr abwarten, wenn der nächste Unterricht ansteht.“

„Mh, eine Reitstall-Mediatorin? Das hört sich aber ziemlich abgehoben und teuer an?“ „Das habe ich zuerst auch gedacht“ antwortet Katharina. „Aber ist es gar nicht. Das war wohl ein ganz lockeres Gespräch. Und nicht viel teurer, als ein oder zwei Reitstunden für ihre Tochter. Beate meint jedenfalls, dass sich die Investition voll gelohnt hat“.

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Martina Kock, Jg. 1962
Diplom-Psychologin
Reiterin seit über 45 Jahren
Arbeitsschwerpunkte:
Mediation und Konfliktcoaching
Angstfreies Reiten
Gesundheitsförderung
Pferdetraining und Dualaktivierung

Mobil:     0172 - 53 49 250
Kontakt

Informationen zum Ausdrucken für Sie:
Kurzinfo Reitstall-Mediation.pdf